Isolation Haus

Guten Tag

Beginnen wir wo ein Haus am meisten Wärme verliert:(älteres ungedämmtes Haus)
- Dach oder oberste Geschossdecke ca.15-25%
- Fenster ca. 20-25%
- Aussenwände ca. 20-25%
- Kellerdecke 5-10%
- veraltete Heiztechnik 30-35%

Über den Verlust durch das Querlüften möchte ich hier nicht schreiben weil ich das egal wie man baut in kauf nehmen muss. Richtiges regelmässiges  lüften ist sowohl im Neubau als auch im sanierten Altbau unbedingt ein muss.
Na klar im Minergie gibt es ja noch die kontrollierte Lüftungsanlage. Schön und Gut. Energietechnisch sicher nicht wegzudenken. ich möchte aber Fenster öffnen und keine Rohre im Haus haben wo ich nicht sehe wieviel Schmutz sich da drin befindet.

Erste und relativ einfache Methode Energie zu sparen ist das Dach oder die oberste Geschossdecke zu isolieren. Da holt man viel raus. Bleibt der Dachboden kalt ist es am einfachsten die oberste Geschossdecke zu isolieren. Da gibt es viele Systeme und Methoden damit der Boden auch begehbar ist. ( je nach Nutzung )

Der zweite Schritt sind die Fenster. Was da genau zu beachten ist wenn man über eine nachträgliche Fassadenisolation nachdenkt. Die Fenster kleiner im Licht zu bestellen damit die Leibungen aussen mindesten mit 5cm isoliert werden können.
Wenn ein Kunde beim Fenstereinbau damit Energiesparen und auch Schallschutz wünscht kommen nur Dreifachverglasung in Frage.
Sie Fragen sich jetzt wiso nur dann?....das ist doch das Mass aller Dinge Dreifach...
Meiner Meinung nach nicht ganz!!
Auf der Nordseite bin ich auch für Dreifachverglasung................Ost und West sind Sonderfälle, aber die Südseite muss meiner Meinung nach nur zweifachverglast sein....Wiso? Den Wärmeverlust den ich da mehr habe als im Vergleich zum Dreifachfenster hole ich durch die tiefstehende Sonne im Winter um ein Mehrfaches rein....Sonne= Gratisenergie.
Egal ob Sie nur Fenster sanieren oder die Fassade gleich mit, Ihr Haus ist durch die neuen Fenster dichter geworden. Es lüftet sich nicht mehr von selbst. Also je nach Aussentemperatur 3 mal am Tag Querlüften zwischen 2-7 Minuten oder bis der Beschlag vom Fensterglas weg ist

Der dritte Schritt ist auch unbedingt ein Muss, die Aussenwände . Somit wird das Mauerwerk das vorher nur kalt war zu einem Speicherkörper für Wärme , wenn von Aussen eine dampfdiffusionsoffene Wärmedämmung angebracht wird.
Als Topversion noch mit einer hinterlüfteten Vorhängefassade. Aber auch die System mit Verputz sind gut .....Hauptsache diffusionsoffen.

Bei alten Bauten sieht das ein bisschen anders aus. Meist kann, darf oder will man diese schönen Bauten nicht von aussen isolieren. Sichtriegelwände oder alte Sandsteingemäuer, usw.
Auch hier gibt es aber Lösungen um Energie zu sparen.
Hier wird dann einfach von innen isoliert. Ist leicht anspruchsvoller aber wenn man Anschlüsse und Wärmebrücken  und bestmöglich beachtet sind hier keine Bedenken angebracht. Wichtig hier alles dampfdiffusionsoffen damit allfälliges Tauwasser ausdunsten kann... Meine Empfehlung bei der Altbausanierung wenn von innen auf Mauerwerk isoliert wird. Steico internal oder Gutex Thermoroom. Bis 6cm Dämmung sind hier ausreichend und sind wegen Tauwasser noch unbedenklich. Bei Mauerwerken über 50cm. Diese Bollmauerwerke würde ich nie isolieren. Das sind riesige Wärmespeicher und im Sommer halten Sie lange kühl.

Zum Schluss noch die Kellerdecke von unten dämmen . Hier kommt es drauf an ob es nur ein Keller bleibt oder noch Nutzraum entsteht. Je nachdem ist der Oberflächenaufbau.  Kellertüre und Seitenwände vom Kellerabgang nicht vergessen.

Jetzt kann die Heiztechnik saniert und richtig ausgelegt werden. Ja genau. Egal wann sie die Heizung neu einbauen bedenken Sie immer, sie brauchen nie mehr so eine leistungsstarke Heizung wie früher.

So das ist ein kleiner Einblick in diese komplexe Materie. Da jedes Haus und jedes Bedürfnis individuell ist muss das von Objekt zu Objekt immer neu beurteilt werden.

Manchmal ist weniger mehr, vor Allem bei der Altbausanierung.

Ich hoffe doch wir sehen uns wieder